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Ausgabe: Nr. 115 vom 21. Juli - 10. August 2010
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Neutraler Internetknoten für Datenverkehr mit Afrika

Grundsteinlegung des NAPWACI gefeiert

Am 9. Februar wurde auf dem Gelände des Technologischen Instituts von Teneriffa ITER der Grundstein für ein hochmodernes Drehkreuz für Daten gelegt.



Der Grundstein für das NAPWACI wurde gelegt.
Galerie© CabTF
Der Grundstein für das NAPWACI wurde gelegt.
19.02.2010 - Teneriffa - Das NAPWACI (Network Access Point West Africa-Canary Islands) funktioniert ähnlich wie ein großer internationaler Flughafen als Drehkreuz für Langstreckenverkehr. Nur dass im Falle des NAPWACI nicht Passagiere, sondern Daten reisen. Ein solches NAP sichert hunderprozentige Ausfallsicherheit zu und wird so zu einer strategisch wichtigen Einrichtung für Regierungen und Firmen, aber auch für Universitäten, die auf einen reibungslosen Datenverkehr angewiesen sind. Die geographisch günstige Lage und politische Stabilität von Teneriffa macht die Insel zu einem idealen Standort für einen solchen Knotenpunkt zwischen den USA und Europa mit dem afrikanischen Kontinent. Aber auch die interinsulären Verbindungen und das neue Glasfasernetz von Teneriffa werden hier zusammenlaufen.
„Die Installation des NAPWACI ist ein wichtiger Schritt für die Kanarischen Inseln ins Informationszeitalter“, sagte Ricardo Melchior, Inselpräsident von Teneriffa bei der feierlichen Grundsteinlegung im Industriegebiet von Granadilla, in dem das ITER angesiedelt ist.

„Ein wichtiger Schritt ins Informationszeitalter“

Die Inselregierung erhofft sich von dieser Infrastruktur eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit für die Wirtschaft auf der Insel und die Ansiedlung neuer Firmen aus dem Bereich der Telekommunikation. Carlos Alonso, Leiter des insulären Ressorts für Industrie und Wettbewerbsfähigkeit, erklärte die Integration des Knotenpunkts in das Projekt ALix, das die generelle Konnektivität der Insel verbessern wird und somit die Wirtschaft anzukurbeln sucht.
Ebenso anwesend bei dem Akt waren der kanarische Vizeminister für Industrie und Energie, Juan Pedro Sánchez,  der Rektor der Universität von La Laguna, Eduardo Dome­nech, die Bürgermeisterin von Granadilla, Carmen Nieves Gaspar und der Direktor des ITER, Manuel Cendagorta.
Auf dem 6.000 Quadratmeter großen Dach des neuen Gebäudes wird von Beginn an eine Solaranlage installiert, die 400 Kilowatt leisten kann.





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