Vom 4. bis 15. Mai 2010 findet in San Juan de la Rambla der „Beñesmén“ statt, ein Fest, das ursprünglich von den Ureinwohnern auf La Gomera gefeiert und vor drei Jahren erstmals von der Gemeinde San Juan de la Rambla mit der Unterstützung des Cabildos wieder aufgegriffen wurde.
Guanchenschauspiel wie es ähnlich jedes Jahr bei der Fiesta von Candelaria aufgeführt wird
06.05.2010 - Teneriffa - Die Absicht ist dabei, den Inselbewohnern ihre Herkunft und Geschichte näherzubringen und bewusst zu machen. Deshalb richten sich auch die Aktivitäten der ersten Tage ausschließlich an Schulen, um Lehrern wie Schülern in verschiedenen Workshops und Vorträgen hochinteressantes Wissen zu diesem Thema zu vermitteln, etwa über die archäologischen Ausgrabungen und was die Archäologen aus den Funden über das Leben damals lernen können. In diesem Jahr liegt besonderes Augenmerk auf Lanzarote und seinen Ureinwohnern. Wer sich für diese Thematik interessiert, sollte schon mal Samstag, den 15. Mai vormerken: Die Romería Guanche sollte man nicht verpassen. Ähnlich wie bei den üblichen kanarischen Romerias wird über eine Wegstrecke von etwa 2 km getanzt und gesungen, nur dass über 300 der Teilnehmer Guanchenkleidung tragen. Teilweise geht es dabei durch einen Barranco. Vor diesem beeindruckenden Szenario wird von der Gruppe „Los Guanches de Candelaria“ aus Icod, sowie von den Bewohnern von San Juan de la Rambla in einer Art Freilichttheater eine alte Überlieferung über die Prinzessin Ico aus Lanzarote aufgeführt. Ab 13 Uhr versammelt man sich im „Recinto Ferial del Canario“ im Stadtteil San José, von dort aus gehen Busse zum Ausgangspunkt der Romería, die gegen 16 Uhr beginnt. Das Ganze endet wieder am Recinto Ferial del Canario, wo das Fest mit Essen und Trinken, Musik und einer weiteren Theaterdarbietung endet. Für die Veranstaltung stellt die Inselregierung von Lanzarote Nachbauten von Werkzeugen und Waffen der Ureinwohner von „Titeroygatra“, wie Lanzarote vor der Ankunft der Spanier genannt wurde, zur Verfügung.