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Ausgabe: Nr. 216 (19/2014) vom 1. - 21. Oktober 2014
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Saisonschluss-Konzerte des „OST“ am 03. und 10. Juni im Auditorium von Santa Cruz

Mozarts Große Messe in c-Moll in Monumental-Aufführung

Eher kleinformatig denn wuchtig wie früher wäre diesmal der Saisonabschluss 2010/11 des Teneriffa-Sinfonieorchesters im Auditorium von Santa Cruz geraten. Dank eines großen Benefiz-Konzertes, veranstaltet von der Stiftung „La Caixa“ zugunsten ihrer Sozialarbeit, können Klassik-Freunde ihr geliebtes OST-Orchester zum Finale doch noch einmal in großer Besetzung erleben, mit vier Gesangssolisten und riesigem Aufgebot von insgesamt neun Chören.



Maestro Robert King
Fotogalerie© tkcworld.org
Maestro Robert King
25.05.2011 - Teneriffa - Konzert 3. Juni

Dieses letzte Konzert der Abonnement-Reihe des OST leitet Maestro Oleg Caetani. Die Klassik-Freunde auf Teneriffa schätzen ihn seit einigen Jahren sowohl als Opern- wie auch Konzert-Dirigent sehr. Unvergessen bis heute ist seine souveräne Leitung der Richard Strauss Oper „Salome“ als kurzfristiger „Einspringer“ für den erkrankten Lü Jia. Oleg Caetani, der seine Laufbahn als Operndirigent an der Berliner Staatsoper begann, gewann als Konzertdirigent viele Wettbewerbspreise und ist heute ein internationaler Pult-Star.  Sopran-Solistin des Konzerts ist die in Mérida - Badajoz geborene junge Spanierin María Espada. Besonders erfolgreich ist sie als Konzertsängerin, hat aber auch schon in Opernaufnahmen für die Schallplatte mitgewirkt. Sie studierte an der Musikhochschule Madrid und ist Preisträgerin des Internationalen Musikwettbewerbs Alfredo Kraus.
Die Ouvertüre zu „Ruy Blas“ schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy im Jahr 1839 im Auftrag des Leipziger „Theater-Pensionsfonds“ für eine Aufführung von Victor Hugos gleichnamigem Theaterstück. Mendelssohn hatte das Stück in einem Brief an seine Mutter zwar als „infam und abscheulich und unter jeder Würde“ abgekanzelt, nahm den Auftrag jedoch an. In nur drei Tagen komponierte er das brillant-chevalereske Orchesterstück. Im Druck veröffentlicht wurde es erst nach seinem Tode.
Kurz unterbrochen von Dmitri Schostakowitschs „Pastorale“ und Capriccio“ aus den „2 Sonaten für Blasorchester op. 17 nach Scarlatti“, komponiert im Jahr 1928, sind vier Mozart-Konzertarien zu hören, Reihenfolge: KV 88, 294, 74b, 418.
Hauptwerk des Abends ist die selten gespielte Sinfonie Nr. 2 von Peter Tschaikowski, uraufgeführt 1873 in Moskau. Lange hatte der Komponist an diesem Werk gearbeitet, liebevoll darin russische Volksweisen verarbeitet. Schon das Hauptthema des Kopfsatzes basiert auf dem Wolgalied. Es gibt aber auch Themen, die schlicht im volkstümlichen Ton erfunden sind. In formaler Hinsicht ist die Sinfonie streng nach den Regeln gebaut und orientiert sich weitgehend am Verlauf der Beethovenschen „Eroica“.

Konzert 10. Juni

Die Große Messe in c-Moll KV 427 von Wolfgang Amadeus Mozart ist ein Monumentalwerk, das den Rahmen seiner vielen zuvor in Salzburg komponierten Messe-Kompositionen sprengte. Dort hatte er im Dienste von Erzbischof Colloredo gestanden, der lange Messen nicht liebte. Nach seinem Abschied aus Salzburg war Mozart nach Wien übersiedelt. Als freier Künstler schrieb er dort in erster Linie Klavierkonzerte, Sinfonien und Opern. Dennoch begann er im Sommer 1782 ohne jeden äußeren Auftrag in Wien eine neue Messe zu schreiben. Am 4. August des Jahres hatte seine Hochzeit mit Constanze stattgefunden. Am 17. August schreibt Mozart „…mit einem Worte, wir sind füreinander geschaffen, und Gott hat alles angeordnet und folglich auch dieses gefügt, wir uns nicht verlassen.“
An anderer Stelle schrieb Mozart, er habe, in seinem Herzen versprochen, wenn er sie als seine Frau nach Salzburg brächte, dort eine neu komponierte Messe zur Aufführung zu bringen.
In diesem Gefühl der Frömmigkeit und Liebe begann Mozart mit der Komposition der c-Moll Messe, die vermutlich am 26. Oktober 1783 in der Salzburger Peterskirche mit seiner Frau Constanze als Sopran-Solistin uraufgeführt wurde. Die Messe war als eine Art Votivgabe für Constanze entstanden. Davon zeugt insbesondere die unvergleichliche Sopranarie „Et incarnatus est“. Wie sein letztes kirchenmusikalisches Werk, das Requiem, ist auch die Große Messe in c-Moll ein Torso geblieben und wurde von Mozart nicht vollendet. Weite Strecken des „Credo“ und das ganze „Agnus Dei“ fehlen. Versuche der Vervollständigung konnten die Höhe von Mozarts Genie nicht erreichen.
Die Große Messe in c-Moll ist Mozarts ehrgeizigste Komposition dieser Gattung. Die Aufführung zum Saisonschluss trägt dem Rechnung und ist wahrhaft groß besetzt: Unter der Leitung des britischen Maestros Robert King, international renommierter Dirigent und Gründer des berühmten „King’s Consort“, musizieren das OST-Orchester und insgesamt neun Chor-Ensembles, – der Chor des King’s Consort, die Chöre der Universität von La Laguna, der Chor Musikhochschule von Teneriffa, der Orfeón La Paz-Chor, der „Coral Reyes Bartlet“ und „Coro Carpe Diem“, der Jugendchor David Goldsmith und der Kammerchor von Teneriffa.  Das Solistenquartett ist international hochkarätig besetzt: Malin Christensson, Sopran, Lorna Anderson, Mezzosopran, Joshua Ellicott, Tenor, David Wilson-Johnson, Bass.

Hans Rueda in eigener Sache

In dieser Wochenblatt-Ausgabe lesen Sie meine letzte Konzertkolumne. Es sind mittlerweile mehr als 100 Beiträge, die ich im Verlauf der letzten Jahre vorzugsweise zu den Konzerten des Sinfonieorchesters von Teneriffa für Klassik-Freunde auf der Insel des Ewigen Frühlings verfassen durfte. In unserer revolutionären Zeit des Internets sind sie unter www.wochenblatt.es, Suchbegriff Hans Rueda, alle abrufbar. Meine Tätigkeit als Kulturmanager* wird mich in den nächsten Jahren derart beanspruchen, dass mir nicht mehr ausreichend Zeit bleiben wird für meine Berichte im Wochenblatt.
So möchte ich mich, liebe Leserinnen  und Leser, mit diesem Bericht zu den Saisonschluss-Konzerten des OST als Kolumnist des Wochenblatt von Ihnen verabschieden. Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit.


Hans Rueda

* www.transopera.net






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