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Ausgabe: Nr. 216 (19/2014) vom 1. - 21. Oktober 2014
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OST-Sinfonieorchester am 25. Februar im „Auditorio de Tenerife Adán Martin“ Santa Cruz

Schostakowitsch’ Meister-Sinfonie „Babi Jar“ mit Chor Orfeón La Paz von La Laguna

Eingeleitet von Augustin Ramos’ Komposition „Palabras, para orchesta“ steht gewichtig im Mittelpunkt des Konzerts des „OST“ unter der Leitung von Victor Pablo Pérez die 13. Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch op. 113, genannt „Babi Jar“.



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24.02.2011 - Teneriffa - Schostakowitsch komponierte das Werk auf der Grundlage des im September 1961 in einer sowjetischen Zeitung erschienenen Gedichts „Babij Jar“ von Jewgeni Jewtuschenko. Darin wurde die sowjetische Führung offen kritisiert. Das Gedicht ist eine mutige Stellungnahme gegen den Antisemitismus in der damaligen UdSSR, der tief in der sowjetischen Kultur verankert war.
Schostakowitsch war 1961 sicherlich  d e r  herausragende Komponist der Sowjetunion und deshalb auch ihr wichtigster kultureller Repräsentant auch auf internationaler Ebene. Aufgrund intensiven Drucks war er erst 1960 der kommunistischen Partei beigetreten und reiste als Mitglied offizieller kultureller Organisationen auch in die USA. Auch wenn dieser offizielle Rang Vorteile mit sich brachte, war er für den Komponisten letztlich von Nachteil, da die Parteimitgliedschaft sein Ansehen vor allem in der jüngeren Generation sowjetischer Künstler schwächte. Er hatte sich zwar während und nach der Stalin-Zeit hinter den Kulissen für inhaftierte Menschen eingesetzt, wurde aber dennoch als Figur der Obrigkeit erachtet. Genau aufgrund dieser unbehaglichen Situation in Schostakowitschs Leben entstanden einige seiner größten Werke, so auch seine „Babi Jar“- Sinfonie.  Die Sensibilität und das Misstrauen der Chruschtschow-Administration gegenüber dem neuen Werk führte, ungeachtet der Parteimitgliedschaft des Komponisten, beinahe zur Absage der Uraufführung. Der erste in einer Reihe von Rückschlägen kam, als der Dirigent Jewgeni Mrawinski sich weigerte, das neue Werk zu dirigieren. Der Bass-Solist war bei der Hauptprobe nicht zu finden, sodass Vitali Gromadski einspringen musste. Sogar in dieser späten Phase versuchten die sowjetischen Kulturverantwortlichen noch, die Musiker zur Absage der Premiere zu bewegen, doch diese weigerten sich. Trotz mancher weiterer Schikanen sowjetischer Kultur-Apparatschiks wurde die Uraufführung am 18. Dezember 1962 mit gewaltigen Ovationen aufgenommen, Nach der zweiten Aufführung zwang man Schostakowitsch und Jewtuschenko, Änderungen in der „Babi Jar“-Sinfonie vorzunehmen. Das Leiden der Juden im 2. Weltkrieg und insbesondere die Hinweise auf das Massaker der Nazi-Besatzung an den Juden  von Babij  Jar vor den Toren Kiews sollten auf das gesamte russische Volk verlagert werden. Die Partitur mit dem wieder hergestellten Originaltext wurde erst 1970 veröffentlicht.
Die 5-sätzige Sinfonie ist für großes Orchester, Bass-Solo und Chor geschrieben. Es singen der slowakische Bassist Peter Mikulás und der Chor Orfeón La Paz von La Laguna. Ursprünglich wollte Schostakowitsch nur „Babij Jar“ vertonen. Als aber Jewtuschenko ihm einen seiner Gedichtbände gab, wählte er weitere Werke aus, und der Dichter schrieb ihm für den 4. Satz eigens einen neuen Text. Jedes Gedicht in den 5 Sätzen stellt einen eigenen Aspekt des sowjetischen Lebens dar: 1. Satz „Babij Jar“, / 2. Satz „Humor“ (Satire) / 3. Satz „Im Laden“ - ein ehrfurchtsvoller Tribut an die sowjetischen Frauen / 4. Satz „Ängste“ - warnt vor Selbstgefälligkeit und erinnert an die Zeit unter Stalin / 5. Satz „Eine Karriere“ - in diesem Finale wird die Macht des Witzes über die Autorität beschrieben, und es werden jene verspottet, die versuchen, sich selbst damit einzuschmeicheln.
Die Aufführungsdauer liegt bei ca. 60 - 70 Minuten.

Hans Rueda






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