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Ausgabe: Nr. 205 (08/2014) vom 16. April - 6. Mai 2014
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Drei Mal Teneriffa-Sinfonieorchester mit Lü Jia in Santa Cruz: 19. u. 25.12. sowie 9.1.

25. Kanarisches Musikfestival eröffnet mit Schubert und Ligeti

Gerade zurückgekehrt aus Hongkong und Macao, dessen Sinfonieorchester Lü Jia ebenfalls leitet, erwarten den jungen Maestro als Chefdirigent des OST hier spannende Aufgaben. Unter seiner Leitung gibt das „Orquesta Sinfónica de Tenerife“ am 19. Dezember im Auditorio von Santa Cruz das letzte Abo-Konzert dieses Jahres.



Das Symphonieorchester von Teneriffa – Orquesta Sinfónica de Tenerife
Fotogalerie© WB
Das Symphonieorchester von Teneriffa – Orquesta Sinfónica de Tenerife
20.12.2008 - Teneriffa - Auf dem Programm  stehen Sergei Rachmaninows 2. Sinfonie und Mendelssohns  berühmtes Violinkonzert mit der Solistin Carolin Widmann. Die geborene Münchnerin hat es trotz ihrer jungen Jahre schon zur Violin-Professur an der „Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig gebracht. Dort wurde das Konzert 1845 auch uraufgeführt. Authentische Interpretation ist somit garantiert.
Mit der seltener gespielten Rachmaninow-Sinfonie bietet Lü Jia den Klassikfreunden ein Werk, das in dem Leipzig benachbarten Dresden seinen Ursprung hat. Zwar wurde Rachmaninows 2. Sinfonie 1908 in St. Petersburg uraufgeführt, entstand aber zwei Jahre zuvor in Dresden, wo der Komponist mit seiner Familie zu der Zeit lebte. Ausgeglichen wie vorher und nachher nicht, schuf Rachmaninow mit seiner Zweiten sein wohl bedeutendstes reines Orchesterwerk.
Wenn die Musiker des OST unter der Leitung ihres Chefs am 25. Dezember ihr traditionelles Open Air - Weihnachtskonzert im Hafen von Santa Cruz zelebrieren, mögen sie es heißen Herzens tun. Die Dezember-Temperaturen in Santa Cruz  ab 22 Uhr betragen derzeit mit Glück 16 Grad. Dann aber  beginnt das Konzert erst. Auf dem Programm steht populäre Klassik. Solistin ist die chilenische Sopranistin Cristina Gallardo Domás. Der Eintritt ist frei.
Glanzvoll eröffnet das OST unter Leitung von Lü Jia im Neuen Jahr die Jubiläumssaison des 25. Kanarischen Musikfestivals. Am 9. Januar werden im Auditorio von Santa Cruz - und am Abend darauf im Auditorio Alfredo Kraus von Gran Canaria - Franz Schuberts Schauspielmusik  „Rosamunde“ und das „Requiem“ des Ungarn György Ligeti gegeben. Das Kanarische Musikfestival bietet seit Jahren absolutes Weltniveau. Unmittelbar danach gastieren das Orchester des Mariinskytheaters von St. Petersburg unter der Leitung von Valery Gergiev, die Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel und das Philadelphia Orchestra unter der Leitung von Christoph Eschen­bach. Das Festival endet am 16. Februar mit einem Konzert des Orchestra dell’ Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter der Leitung von Antonio Pappano, Solistin in Beethovens 1. Klavierkonzert ist Martha Argerich.
Mit Ligetis „Requiem“ bringen  das OST und der Ungarische Nationalchor unter der Leitung von Lü Jia  nach Meinung von Kennern einen der wichtigsten Beiträge zur geistlichen Musik der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts zu Gehör. Dieses Werk für Soli, zwei gemischte Chöre und Orchester wurde 1966 in Stockholm uraufgeführt. Wenn man sich vorstellt, dass der 1923 in Ungarn geborene Ligeti bis 1956 kaum Möglichkeiten hatte, sich über die neuen Entwicklungen des Musiklebens im Westen zu informieren, ist einfach bewundernswert, mit welcher Konsequenz er sich nach seiner Flucht 1956 aus Ungarn in kurzer Zeit als einer der profiliertesten Vertreter der zeitgenössischen Musik zu etablieren vermochte und bald ein solch wegweisendes Meisterwerk wie sein „Requiem“ schreiben konnte. Im „Dies irae“, dem zentralen Satz des  Werks auf Textgrundlage dreier Teile der Totenmesse, entlädt sich der Bewegungsanstieg in dramatischen Kontras­ten.
Der Lacrimosa-Satz hat den Charakter einer Reminiszenz mit reduzierten Mitteln. Das große Orchester und der Chor schweigen, übrig bleiben nur noch zwei Soli und ein kleineres Instrumentenensemble. Durch extreme Tempoverlangsamung wird der Eindruck einer Entferntheit in Zeit und Raum erzeugt, die der Musik eine Aura gläserner Entrücktheit verleiht. Bevor Ligeti seine kompositorische Sackgasse in Ungarn verließ, wusste er bereits, „dass er einmal Musik ohne Melodie, ohne Rhythmus komponieren würde, eine Musik, in der die Gestalten als Einzelheiten nicht mehr erkennbar, sondern ineinander verflochten, miteinander verwoben wären, in der die Farben changieren und irisieren würden“. Sein „Requiem“ lässt das exemplarisch erleben.
Ab Sommer 1956 arbeitete Ligeti nach seiner Flucht zunächst im elektronischen Studio des Westdeutschen Rundfunks und machte sich in Köln mit einem seiner zukünftigen „Handwerkszeuge“ vertraut. Darin schnell meisterhaft, schrieb er seine ersten wegweisenden Meisterwerke, die der Entwicklung der modernen Musik eine neue Richtung gaben. Viele Jahre lehrte Ligeti an der Musikhochschule in Hamburg. Am 12. Juni 2006 ist er in Wien gestorben.  

Hans Rueda
hans.rueda@wochenblatt.es






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