Die Zeit schien still zu stehen im „Estadio Olímpico“ von Playa de las Américas, als am 19. Oktober der puertoricanische Sänger Marc Anthony kurz nach 22 Uhr endlich auf der Bühne erschien. Minutenlang stand der zurzeit erfolgreichste Latino-Popstar einfach nur da, mit weit ausgebreiteten Armen und umarmte auf diese Weise seine tobenden Fans, die ihn frenetisch feierten und immer wieder wie mit einer Stimme seinen Namen riefen.
29.10.2006 - Teneriffa - Mit seinem weltbekannten Hit „Valió la pena“ startete er kurz darauf das letzte Konzert seiner Europa-Tournee, das mit vielen Überraschungen anders als seine vorherigen Auftritte werden sollte. Mehrmals drückte der Latino-Star zwischen den einzelnen Titeln seine Freude darüber aus, wieder vor kanarischem Publikum aufzutreten. Er schwenkte die kanarische Flagge und küsste sogar den Bühnenboden. Neben Nauzet, einem Sänger aus Teneriffa, der als Einheizer vor dem Konzert auftrat, wartete Marc Anthony noch mit der Beteiligung von weiteren bedeutenden Künstlern auf. Mit dem berühmten Tänzer Antonio Carmona tanzte er Flamenco zum Rhythmus spanischer Gitarren und später teilte er die Bühne mit El Farru und Rosario Flores. Absoluter Höhepunkt des Abends war schließlich der Auftritt von Anthonys Ehefrau Jennifer Lopez, die in einem schneeweißen Kleid mit ihm das Duett „No me ames“ sang und sich nach einem Tanz mit einem zärtlichen Kuss wieder von ihrem Mann und den Zuschauern verabschiedete. J.Lo’s Auftritt machte das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis für die knapp 37.000 anwesenden Fans. Ein zwanzigköpfiges Team des Musiksenders MTV war eigens angereist, um das gesamte Konzert aufzuzeichnen. Aus den Aufnahmen wird ein Special namens „Live in Tenerife“ produziert, das in Kürze mit Aufnahmen von Teneriffa auf MTV ausgestrahlt wird. Cabildo-Vizepräsident Manuel Bermúdez hatte dies im Vorfeld ausgehandelt und freut sich nun über den weltweiten Werbeeffekt für seine Insel. Während des viertägigen Aufenthalts der beiden Weltstars auf Teneriffa berichteten die internationalen Medien tagtäglich über das Geschehen und zogen auch so viel Aufmerksamkeit auf die Kanaren.