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Ausgabe: Nr. 115 vom 21. Juli - 10. August 2010
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Beim Endspiel um den Basketball-Königspokal

König im Baskenland ausgepfiffen

Als sie zum Basketball-Finale um die Copa del Rey das BEC-Stadion von Barakaldo betraten, wurden König Juan Carlos und Königin Sofía ausgepfiffen, während die Nationalhymne ertönte.



Königin Sofía und König Juan Carlos beim Smalltalk mit dem Regierungschef Patxi López während des Endspiels der „Copa del Rey“ zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona.
Galerie© EFE
Königin Sofía und König Juan Carlos beim Smalltalk mit dem Regierungschef Patxi López während des Endspiels der „Copa del Rey“ zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona.
04.03.2010 - Spanien - Bilbao - Beide überhörten das Pfeifkonzert mit stoischem Gleichmut. Bereits im Vorjahr war ähnliches passiert.
Der baskische PP-Präsident Antonio Basagoiti äußerte sich empört über die „Unverschämtheit“ von Menschen, die „den König heute auspfeifen, wenn sie aber mit ihm allein wären, einen Kniefall machen würden.“ Er sieht es als wichtige Aufgabe der baskischen Regierung an, mit dem „Lügengebäude“ aufzuräumen, das der Bevölkerung im Hinblick auf die Zugehörigkeit zu Spanien erzählt wird. Und er versicherte: „Im kommenden Jahr wird das anders sein.“
Der baskische Regierungspräsident Patxi López fand es auch eine Respektlosigkeit, meinte jedoch: „Ich persönlich hab’s nicht so mit den Symbolen. Aber es gibt Menschen, für die sie wichtig sind, und deshalb haben sie respektiert zu werden, was im Stadion nicht der Fall war.“ Auch der Bürgermeister von Bilbao, Iñaki Azkuna, wollte dem Vorfall keine weitere Bedeutung beimessen.

Monarchie nicht mit Demokratie vereinbar

Gefreut wie ein Schneekönig hat sich hingegen der PNV-Senator Iñaki Anasagasti: „Da muss immer mehr gepfiffen werden!“ Wenn er beim Spiel hätte anwesend sein können, hätte er sich eine „Trompete mit 2.000 Megawatt“ mitgebracht, um dem König seine Ablehnung zu zeigen: „Hat Seine Majestät denn noch nicht gemerkt, dass das immer mehr wird? Woran mag das wohl liegen? Ich freue mich darüber, jawohl.“ Seiner Ansicht nach ist eine Monarchie nicht mit der Demokratie vereinbar.





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